DIE SPÄTER DEN ÄLTEREN DUCHAMP ZU TEILS HEFTIGEN POLEMIKEN VERLEITEN SOLLTE
Als ich an den auf der nordseitigen Domtreppe Kiffenden vorbeilaufe, und sich im Sichtfeld der schwarze Stein breit macht, muss ich an die ganze The Odyssey (ἡ Ὀδύσσεια) Propaganda denken, die mich seit Tagen ungefragt in a thousand cuts überschwemmt. Ich kann gar nicht beschreiben, wie egal,
und wie egaler je—
es mir wird.
Gestern hab ich einen schwarzen Hund gestreichelt, sein Name kam mir, kommt mir jetzt auch Griechisch vor? Karon? Κάρων?
Bisher habe ich C. Nolan als Chief Pimp eines zunehmend dröhnenden Generic Literalism empfunden, dessen Filme mit steigenden Budgets gleichsam auf so steroide Art praller werden in ihrem Anliegen, aus den Big Man-Themen (Zeit und Raum) so visuelle Bällchen-Pools zu machen, in die man bisschen „eintauchen“, aber auch bisschen was fummeln kann. Dunkirk find ich ganz okay. Auf Krieg ist halt Verlass.
Mir fällt das Denken (mittlerweile) öfter schwer. Bis auf die Momente, in denen es mir ganz leicht fällt. Und dann wirkt es so, als sei ich einer der Wenigen, die überhaupt noch denken. Keinen der beiden Zustände verbalisiere ich. Treibt jetzt so ein Keil ins Leben rein? Kommt jetzt eine Proust’sche 2. Phase, wo alles so Ästhetik wird? Gäbe doch Schlimmeres, oder.
Am Telefon höre ich den berechtigten Stolz meiner Mutter, wie sie es in den letzten zwei Jahren durch Bewegung, Beherrschung, Behandlung und guten Willen geschafft hat, ihr rheumatisches Knie so zu stabilisieren, dass selbst der Physische Therapeut erstaunt schien, und zugab, noch bei den ersten Terminen habe er eine baldige Operation für unumgänglich gehalten. Es gibt auch einen neuen Sonnenschirm. Er ist ROT.
„Fights!“ von McClanahan gelesen. Sogar die Deutsche Übersetzung, von Clemens Setz natürlich, ist schon mit Cover und allem angekündigt. Finde ich ja gut, dass Setz das so in die Hand nimmt. Er hat den Status, sich diese Dinge auszusuchen. Werde ich irgendwann Setz selbst lesen?