REALISM IN MATHEMATICS
Dämonie des Alltags,
Menschen erscheinen mir wie die Zahlen, ausgedacht, künstlich, und doch spricht die Welt durch sie hindurch. The largest of the Large Language Models, das hat Arme und das hat Beine, und mit denen (den Palminger-Song bekomme ich zeitlebens nicht mehr aus dem Kopf) geht es oft zu weit.
Das Labor für diese Art der Beobachtung ist der U-Bahn-Wagen, und die fast täglichen Fahrten mit ihm sind die ganz eigene Testreihe, rein gestülpt in die normale Reihe von Tagen, den sog. Wochen. Übertriebene Wahrnehmungs-Trips der Art, auf die ich gerne mehr verzichten möchte. Wie ein aufgescheuchtes Tier steige ich oft aus, ein bisschen zerrüttet, weniger der Herr meiner Sinne.
Dämonie des Alltags,
aber auch die Schönheit von schwarzer Tinte auf „flattened wood pulp“ (Vonnegut). Das bringt mich auf: warum sind denn selbst beim ehrwürdigen Suhrkamp-Verlag mittlerweile alle (gebundenen) Bücher hässlich? Diese zu fettleibigen, serifenlosen Schriften auf Bilder genagelt, zu verwirrendem Effekt teilweise in unterschiedlichen Farben, die aus den Cover-Motiven mit der Photoshop Pipette extrahiert werden, stumpfe Zwangsehen der Elemente. Ich sehe, Clemens Setz hat sich eine Börremans-Malerei gewünscht, und die hat man ihm gegeben. Aber was denkt sich ein Grafiker (ein hauseigener? Ein „freier“? Wie hält man es im Hause Suhrkamp?), was wird er gedacht haben, und wie viele und wessen Augen haben das gesehen und für gut empfunden, wenn das Resultat dann so aussieht? Ist das rätselhaft, oder einfach schlechte, unsensible Arbeit? Hatte ich hier, im Jungle—sorry, Journal—bereits erwähnt, die Parallelität der Niedergänge von Buch-Gestaltung und der dem Design der Fussballtrikots („Die Auswärtstrikots leiden am meisten darunter“)? Ist es gar nur 1 Niedergang, in dem sie alle sich vereinen?
Ich lese, Cormac McCarthy hat sich, obwohl bereits zu krank und schwach um zu lesen, neue Bücher bestellt bis zuletzt. Wie „aus Zwang“, steht in diesem Text, aber es wäre schön, gäbe es ein anderes Wort dafür, und das gibt es auch, und ich schreibe es mit der Spitze meiner Zunge auf meinen Gaumen.
Begründete den Entschluss
mit seiner persönlichen Neuorientierung